Payload in Figma Make ist da. Wir haben es als Tester vorab ausprobiert.

Was der neue Workflow wirklich kann, wo er noch hakt und für wen er sich heute schon lohnt.

Figma hat am 15. Oktober 2026 Payload direkt in Figma Make integriert. Ein Prompt erzeugt jetzt nicht mehr nur ein Frontend, sondern auch Datenmodell, Datenbank, Rollen und ein echtes Admin Panel. Als offizieller Payload-Partner hatten wir vorab Testzugang und haben den Workflow von der ersten Idee bis zum pflegbaren CMS durchgespielt. Hier ist unser ehrlicher Eindruck.

Was bisher getrennt war, ist jetzt wirklich zusammengewachsen.

Vor einem Jahr haben wir es vermutet. Jetzt ist es Produkt.

Als Figma die Übernahme von Payload verkündet hat, haben wir an dieser Stelle geschrieben: Design und Umsetzung werden immer weiter zusammenwachsen. Die Lücke zwischen dem, was im Designsystem perfekt aussieht, und dem, was im CMS ankommt, würde kleiner. Mit Payload in Figma Make ist aus der Vermutung ein Workflow geworden. Designer, Marketing und Entwicklung arbeiten jetzt im selben Projekt, mit demselben Content-Modell und demselben Admin Panel. Nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

Ein Prompt. Ein Projekt. Ein Backend.

Vier Dinge, die seit dem 15. Oktober anders sind

Figma Make konnte bisher Oberflächen bauen, aber keine Inhalte verwalten. Dafür brauchte es immer ein System daneben. Mit Payload im Kern von Make entsteht aus der Beschreibung einer Website jetzt auch das Backend dahinter. Das verändert vier Dinge ganz konkret:

Backend per Prompt

Wer in Make eine Website oder App beschreibt, die Inhalte speichern soll, bekommt Datenmodell, Collections, Datenbank, File Storage und Login automatisch dazu. Das Setup, für das früher ein Entwickler-Ticket nötig war, entsteht aus der Beschreibung.

Admin Panel direkt in Make

Das Payload Admin Panel sitzt als CMS Tab im Make-Projekt. Nach dem Publish ist es zusätzlich unter der Live-URL plus /admin erreichbar. Redaktion pflegt Inhalte, Entwürfe und Versionen, ohne zu prompten und ohne Code anzufassen.

Ein Stack statt drei Systeme

Frontend, Content und Daten liegen im selben Projekt und werden von Figma gehostet. API Keys landen sicher in den Make Settings. Ein separates Supabase-Projekt ist nicht mehr nötig.

Open Source bleibt Open Source

Der generierte Payload- und Next.js-Code liegt im Projekt. Payload bleibt MIT-lizenziert, Self Hosting bleibt möglich. Wer rauswill, kann raus. Das war uns bei der Bewertung wichtig.

 Wo Payload in Figma Make schon heute liefert

Unser Test: Hier macht der Workflow richtig Spaß.

Echter Content statt Lorem Ipsum

Webseiten entstehen von Anfang an mit dem Content-Modell, das später auch die Redaktion benutzt. Content-Strukturen werden damit zum Designthema, nicht zum Nachgedanken.

Editor Experience ab Tag eins

Das Admin Panel ist sofort da. Wir können die Pflege-Erfahrung genauso früh testen wie das Frontend. Für uns als UX-Team ein echter Gewinn.

Customizing geht erstaunlich tief

Wir haben im Test eine KI-Vorschlagsfunktion pro Eingabefeld und mehrsprachige Inhalte in Payload umgesetzt. Beides per Dialog, beides hat funktioniert.

Von der Idee zum klickbaren Stand in Stunden

Discovery-Phasen, in denen Kunden Varianten mit echten Inhalten und pflegbarem Backend sehen, sind damit in Tagen statt Wochen möglich.

Zum ersten Mal entwerfe ich nicht mit Platzhaltern, sondern mit dem Content-Modell, das später auch die Redaktion benutzt. Das verschiebt die Diskussion über Strukturen genau dahin, wo sie hingehört: an den Anfang.

Max Scharf
Experience Design Lead
 Wo wir noch Limitationen sehen.

Ehrlich gesagt: Für Produktivbetrieb bei Unternehmen reicht es heute noch nicht

Hosting liegt in den USA

Payload-Backends werden aktuell ausschließlich in den östlichen USA gehostet. Figma hat weitere Regionen angekündigt. Für Unternehmen mit DSGVO-, Compliance- oder NIS-2-Anforderungen ist das heute ein Ausschlusskriterium für den Live-Betrieb.

Kein GitHub, kein lokaler Workflow

Die GitHub-Anbindung und das Arbeiten in der eigenen Codebase sind für Payload-Projekte angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Der Weg aus Make in ein eigenes Enterprise-Setup bleibt deshalb vorerst Handarbeit.

Bestehende Designs 1:1 nachbauen klappt nicht

Wer eine fertige Figma-Datei mit Designsystem hat und genau dieses Ergebnis erwartet, wird enttäuscht. Abstände, Typo-Hierarchien und Details weichen ab. Für Exploration stark, für pixelgenaue Umsetzung noch nicht.

Make Kits und Payload spielten im Test nicht zusammen

In unserem Testzeitraum ließ sich die Payload-Integration nicht aus einem Make Kit heraus starten. Wer sein Designsystem als Kit pflegt, konnte es nicht direkt als Basis nutzen.

Warum wir Figma Make heute nicht einsetzen.

Und warum das kein Urteil über das Tool ist, sondern über unsere Projekte

Wir setzen Figma Make aktuell in keinem Kundenprojekt ein, auch nicht für Prototypen. Das hat nichts mit mangelnder Neugier zu tun, wir haben die Payload-Integration ja vorab getestet. Es liegt an der Art von Projekten, die wir machen: Plattformen mit mehreren Websites, Newsrooms, mehrsprachige Setups, Anbindungen an bestehende Systeme und Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Barrierefreiheit. Für diese Projekte passen drei Dinge heute noch nicht zusammen:

  1. Das Designsystem ist bei uns die Quelle, nicht der Prompt
    Unsere Projekte starten mit einem Designsystem in Figma, das später eins zu eins die Payload-Blöcke definiert. Make generiert aus einer Beschreibung, und in unserem Test kam es an ein fertiges Design nicht zuverlässig heran. Für uns würde das Nacharbeit bedeuten, nicht Zeitersparnis.
  2. Betrieb und Daten gehören in die Hand unserer Kunden
    Wir bauen Systeme, die unseren Kunden gehören, in der EU gehostet und in ihre Infrastruktur integriert. Payload in Make wird von Figma in den USA gehostet, ohne GitHub-Anbindung und mit noch offenen Preisen. Das ist für die meisten unserer Kunden heute nicht tragfähig.
  3. Enterprise-Funktionen sind unser Tagesgeschäft
    Rollen, SSO, Audit Logs, Mehrmandantenfähigkeit und Barrierefreiheit setzen wir mit eigenen Payload-Plugins im Self-Hosting um. Wie weit das gehostete Admin Panel in Make diese Anforderungen abdeckt, ist bisher nicht dokumentiert.

Payload in Figma Make löst ein Problem, das wir in unseren Projekten so nicht haben. Für Teams, die schnell eine Website mit pflegbarem Backend brauchen und ohne Entwickler starten wollen, ist das ein echter Fortschritt. Für Plattformen mit Enterprise-Anforderungen bleibt Payload im Self-Hosting unser Weg.

Was sich ändern müsste, damit wir es einsetzen.

  1. Hosting in der EU
    Figma hat weitere Regionen angekündigt. Sobald Payload-Backends in Europa gehostet werden können, wird Make für Discovery-Phasen mit echten Kundendaten interessant.
  2. Ein sauberer Weg in die eigene Codebase
    Die GitHub-Anbindung für Payload-Projekte ist angekündigt. Wenn ein in Make entstandenes Projekt ohne Bruch in unser Setup mit eigenen Plugins und EU-Hosting wandern kann, wird aus dem Prototyp ein Startpunkt.
  3. Designsystem als verbindliche Vorgabe
    Figma hat mit Guidelines und Code Sources angekündigt, dass der Agent publizierte Libraries besser respektieren soll. Wenn ein Make-Projekt unser Designsystem wirklich als Quelle nutzt, statt es zu interpretieren, verschwindet der größte Reibungspunkt aus unserem Test.

Bis dahin bleibt unser Workflow der, der sich bei Vodafone, ASICS und RheinLand bewährt hat: Figma liefert das Designsystem, Payload die Struktur, wir verbinden beides zu einem Setup, das unseren Kunden gehört. Und wir testen weiter, damit wir wissen, wann sich das ändert.

Offizieller Payload-Partner. Vorab getestet, ehrlich bewertet.

Seit 2023 setzen wir bei pemedia alle CMS-Projekte mit Payload um. Als offizieller Partner hatten wir Testzugang zur Integration in Figma Make und Code Layers, bevor sie öffentlich wurde. Unser Feedback aus dem Test fließt direkt zurück ins Payload-Team. Wir kennen also nicht nur, was das Tool heute kann, sondern auch, wohin es sich entwickelt.

Unser Payload Showroom

Enterprise-ready mit unseren exklusiven Payload-Plugins

Das Standard-Setup von Payload bietet eine starke Basis – aber für komplexe Anforderungen reicht „Standard“ oft nicht aus. Wir haben Payload gezielt mit speziellen Enterprise-Funktionen erweitert. So erhaltet Ihr genau die Leistungsfähigkeit und Flexibilität, die Ihr benötigt, um selbst die anspruchsvollsten Anforderungen erfolgreich umzusetzen.

User Management mit Invite-System

Verwalten von Rollen, Nutzer*innen und Workflows wird einfach. Mit Invite-System, rollenbasierter Rechtevergabe, besserer UX und Features, die Redakteur*innen den Alltag erleichtern.

Sicherheit auf Enterprise-Level

Ob 2FA, Passwort-Komplexität oder Audit Logs – wir integrieren die nötigen Features, damit euer System DSGVO-konform, robust und sicher bleibt.

Single Sign-On & zentrale Kontrolle

Payload lässt sich nahtlos in bestehende Auth-Systeme integrieren. Mit SSO (z. B. via Azure, Google oder Okta) wird der Zugang zentral steuerbar – inkl. Audit Trails und Logging.

Ständige Weiterentwicklung inklusive

Wir entwickeln unsere Payload-Plugins kontinuierlich weiter, erweitern Funktionen und evaluieren neue Features – orientiert an echten Projektanforderungen und dem, was unsere Kunden wirklich brauchen.

Payload CMS Agentur

Wir sind Deine Payload CMS Agentur für zukunftsfähige digitale Plattformen

Strategische CMS-Beratung und technische Umsetzung für digitale Ökosysteme

Als spezialisierte Payload CMS Agentur begleiten wir Unternehmen dabei, Headless-Architekturen strategisch zu bewerten, zu implementieren und langfristig weiterzuentwickeln. Wir verstehen Payload CMS nicht nur als technisches System, sondern als zentralen Baustein digitaler Ökosysteme, in denen Inhalte flexibel modelliert, kanalübergreifend genutzt und nachhaltig betrieben werden. Unsere Expertise reicht von der strategischen Auswahl geeigneter CMS-Architekturen über die technische Umsetzung mit Payload CMS bis zum stabilen Betrieb und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Dabei berücksichtigen wir Anforderungen wie Skalierbarkeit, Wartbarkeit, Sicherheitsaspekte und die Integration in bestehende Systemlandschaften. So entstehen digitale Plattformen, die heutigen Anforderungen gerecht werden und sich langfristig weiterentwickeln lassen.


Reicht Figma Make für euer Projekt? Lass uns drüber sprechen:

Christoph Peiniger, Geschäftsführer, pemedia GmbH

Christoph Peiniger

Inhaber und Geschäftsführer

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